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PAHUYUTH – Traditionelle Kampfkunst und Selbstverteidigung in Berlin

Pahuyuth ist ein uraltes Kampfwissen. Die Wurzeln dieser geheimnisvollen Kampfkunst reichen über 4500 Jahre in die Vergangenheit, was das Pahuyuth zu einer der ältesten Kampfmethoden der Welt macht.

Ursprünglich dazu entwickelt, um ein Leben in Frieden und Freiheit zu ermöglichen, wurde Pahuyuth über Jahrhunderte hinweg in zahllosen Kriegen und Konflikten Südostasiens eingesetzt.

Pahuyuth war die gefürchtete Kampfmethode paramilitärischer Freikämpfer, die das Wissen über Generationen hinweg verfeinert und mit anderen Wissensgebieten, wie dem Saiyasart (dem Wissen über das Nichts) und dem Wissen über traditionelle Heilkunde verbunden haben.

Dabei bewahrten die Freikämpfer stets ihre Unabhängigkeit und ihren freien Willen, weshalb sie in Kriegszeiten als mächtige Verbündete galten, in Friedenszeiten jedoch oftmals verfolgt und hingerichtet wurden.

Daraus entstand ein Geheimbund, der über ganz Südostasien verbreitet war und sich im Laufe der Jahrhunderte immer weiter aus der Öffentlichkeit zurückzog – so weit bis das Wissen der alten Freikämpfer fast völlig in Vergessenheit geriet und mittlerweile nur noch von einer Hand voll Menschen an jene weitergegeben wird, die es für ein Leben in Frieden und Freiheit benötigen.

Um diesen einzigartigen Wissensschatz zu bewahren und das kulturelle Erbe der alten Freikämpfer für zukünftige Generationen zu erhalten, wurde im Jahr 1975 die Pahuyuth Schule in Berlin (damals noch Muai-Thai Studio) gegründet. Ihr Zweck ist der Schutz und die Pflege überlieferten Wissens durch Aufklärung und Unterrichtung.

Die Pahuyuth Schule ist die einzige Lehrstätte weltweit, in der das Pahuyuth Wissen in vollem Umfang gelehrt und praktiziert wird.

PAHUYUTH kampfkunst berlin

Traditionelle Kampfkunst

Das Wissen der alten Freikämpfer

Pahuyuth (gesprochen Pah-hu-jutt) ist eine uralte Kampfkunst und Teil des überlieferten Freikämpfer-Wissens – einem einzigartigen Wissensschatz der über Jahrtausende gewachsen ist und innerhalb der Kämpfergemeinschaft des Pahuyuth weitergegeben wurde.

Das überlieferte Freikämpferwissen beinhaltet neben der Kampfkunst auch das Saiyasart und das Wissen über traditionelle Heilkunde. Alle drei Wissensgebiete sind eng miteinander verwoben und stehen seit je her in gegenseitiger Wechselwirkung.

Saiyasart

Das Saiyasart (Wissen über das Nichts) beschäftigt sich mit nicht-körperlichen Phänomenen aller Art. Dazu gehören beispielsweise Formen von Spiritualität, Meditation, Magie und Geistheilung. Fragmente des Saiyasart wurden vom thailändischen Buddhismus übernommen (z.b. Amulette und Talismane) andere Bestandteile wurden wiederum als „schwarze Magie“ geächtet. Eine moderne Auskopplung des Saiyasart findet sich in der Yaan Meditation.

Traditionelle Heilkunde

Die traditionelle Heilkunde fußt zum Teil auf den Erkenntnissen über Körper, Geist und Seele aus dem Saiyasart, aber auch auf der praktischen Notwendigkeit Krankheiten und Verletzungen fernab der Zivilisation heilen zu können. Die traditionelle Heilkunde beinhaltet das Wissen über Heil-Massagetechniken, sowie über Heilkräuter und Heilpflanzen. Fragmente dieses Wissensgebietes fanden Eingang in die traditionelle Thai-Massage und anderen Naturheilverfahren.

Pahuyuth

Das Pahuyuth beschäftigt sich mit den kriegerischen Aspekten der Existenz und der körperlichen Auseinandersetzung. Es besteht gegenwärtig aus zwei Disziplinen des unbewaffneten Kampfes (MUAI, LING LOM) und fünf Waffenkampfdisziplinen (MIED, DAB, GRABONG, MAIH ZOOG, SABEI). Fragmente des Pahuyuth finden sich beispielsweise im thailändischen Nationalsport Muay Thai und vielen anderen asiatischen Kampfsportarten und Kampfkünsten.

Selbstverteidigung

Dem Kampfkunstwissen lose angegliedert aber nicht direkt zugehörig ist das Thema Selbstverteidigung, was als eine Auskopplung von verschiedenen Pahuyuth Techniken und Konzepten unter besonderer Berücksichtigung von vorherrschenden Rechten und Gesetzen zu verstehen ist.

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Pahuyuth basiert auf den natürlichen Fähigkeiten und Gegebenheiten des menschlichen Körpers.

PAHUYUTH ist die Kampfart des freien Volkes.

Es entstand aus der Auflehnung gegen Gewalt, Unterdrückung und Sklaverei.

Es wurde entwickelt, um sich gegen überlegene Feinde zur Wehr zu setzen.

Es wird weitergegeben, um ein Leben in Frieden und Freiheit zu bewahren.

Pahuyuth Kämpfer sind freie Kämpfer, im innen wie im außen.

Disziplinen

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PAHUYUTH

Der Ursprung aller thailändischen Kampfkünste und Kampfsportarten

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MUAI

Traditionelles Boxen
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LING LOM

Der Ursprung des Pahuyuth

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Traditioneller Messerkampf

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DAB

Traditioneller Schwertkampf
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GRABONG

Traditioneller Stockkampf

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MAIH ZOOG

Traditioneller Schildkampf

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SABEI

Traditioneller Tuchkampf

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SELBSTVERTEIDIGUNG

Im Rahmen des Gesetzes

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für Anfänger und Interessierte

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Moderne Selbstverteidigung

Die Geschichte des Pahuyuth in drei Kapiteln

Kapitel 1: Die alten Freikämpfer – vom ersten Wiederstand bis zum Rückzug

Die erste Erwähnung des Pahuyuth reicht zurück bis ca 2500 v.Chr. als die frühen Tai (Thai) sich gegen die Besetzung durch die Chinesen zur Wehr setzten und dabei die Grundlagen der Kampfkunst, des Saiyasart und der Heilkunde entdeckten.

Im Zuge ihrer Völkerwanderung nach Süden nahmen die Thai das Pahuyuth mit in das Gebiet des heutigen Thailands. Dabei war das Wissen der alten Freikämpfer jedoch nicht nur auf das Thai Volk beschränkt.

Seit je her gab es bei den Freikämpfern Angehörige verschiedener Ethnien und Herkünfte. Nicht selten wurden entlaufene Sklaven, Leibeigene oder Deserteure in den Reihen der Freikämpfer aufgenommen und erhielten dadurch eine Chance auf ein Leben in Frieden und Freiheit. 

Allen Freikämpfern gemein war ihre Neigung zur Staatsferne. So waren sie als paramilitärische Kräfte zwar stets zur Stelle um das Land gegen Invasoren zu verteidigen. Sie waren jedoch so gut wie nie Teil des regulären Militärs oder strebten politische Ämter an.

Viel mehr zogen sie es vor ihren Lebensunterhalt als namenlose Söldner (daher die Bezeichnung „Freie Kämpfer“ bzw. „Freikämpfer“) oder Wanderheiler zu bestreiten. Einige lebten abgeschieden in der Wildnis (Ruesi) oder zogen sich als Mönche in Tempel zurück.

Kapitel 2: In den Untergrund – der Rückzug der Freikämpfer aus der Öffentlichkeit

Über Jahrhunderte hinweg waren die alten Freikämpfer maßgeblich an der historischen Entwicklung Südostasiens beteiligt. Etliche Schlachten und Feldzüge konnten mit ihrer Hilfe gewonnen und das Land erfolgreich gegen Invasoren verteidigt werden.

Mit der Hinrichtung von König Tak Sin im Jahr 1782 n. Chr. fand die Ära der alten Freikämpfer jedoch ein abruptes Ende.

Aus Angst vor politischen Verfolgungen zogen sich die noch verbliebenen Freikämpfer (Pahuyuth) aus dem Licht der Öffentlichkeit zurück und gingen die in den Untergrund.

Westliche Einflüsse und die steigende Anzahl europäischer Söldner mit modernen Schusswaffen im Land führten viele der alten Lehrer zu der Ansicht, dass ihr Wissen nicht mehr länger gebraucht werden würde. Etliche von ihnen nahmen ihre Geheimnisse mit ins Grab. Diejenigen, die weiterhin lehrten, taten dies im Geheimen und fernab des königlichen Hofes.

Pahuyuth, die uralte Kampfkunst des Volkes, verschwand nach und nach aus dem Licht der Öffentlichkeit und wurde zu einer Legende der Vergangenheit. Die Existenz der alten Freikämpfer und ihre Bedeutung für das Schicksal des Landes wurde aus den Geschichtsbüchern getilgt.

Kapitel 3: Die Freikämpfer der Moderne – von der Reformation bis heute

Nachdem das Pahuyuth für mehr als 170 Jahre ausschließlich im Verborgenen existiert hatte, war es fast gänzlich aus dem kollektiven Gedächtnis der Thai verschwunden. Jene die zu dieser Zeit noch vom Pahuyuth gehört hatten oder ihm begegnet waren, konnten oder wollten nicht darüber sprechen.

Im Jahr 1952 entschied ein Konvent der wenigen noch lebenden Pahuyuth Lehrer, dass die Kampfkunst zu reformieren und für künftige Generationen zu bewahren sei. Dies war die Grundlage für das heutige Lehrkonzept des Pahuyuth.

Eine Freikämpfergeneration später, im Jahr 1975 siedelte ein Pahuyuth Lehrer von Thailand nach Deutschland um und gründete dort eine neue und für jeden zugängliche Schule in Berlin. Frei von den kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Einflüssen Südostasiens, konnte hier eine neue Generation von Pahuyuth Freikämpfern entstehen.

Dies war der Beginn der Pahuyuth Schule in Berlin (damals noch Muai-Thai Studio), die bis heute besteht. Ihr Zweck ist der Schutz und die Pflege überlieferten Freikämpfer Wissens durch Aufklärung und Unterrichtung.

Die Pahuyuth Schule ist die einzige Lehrstätte weltweit, in der das Pahuyuth Wissen in vollem Umfang gelehrt und praktiziert wird.

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PAHUYUTH – GESCHICHTE

Als traditionelle Lehrer berichten Plai Tamin und Smingplai zum ersten Mal über das Pahuyuth als komplexes und in sich geschlossenes Wissensgebiet und präsentieren eine Einführung in seine geschichtliche Entwicklung.

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Das Pahuyuth Kompendium

Pahuyuth ist eine uralte Kampfkunst. Ein Kompendium ist eine Sammlung von Schriften bzw. ein kurz gefasstes Lehrbuch. Das Pahuyuth Kompendium ist das neue technische Handbuch der Basisstufe (Grüngurt) und seit 2020 n. Chr. fester Bestandteil des Pahuyuth Ausbildungs- und Prüfungsverfahrens.

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Die Pahuyuth Schule in Berlin

Die Pahuyuth Schule wurde im Jahr 1975 als „Muai-Thai Studio“ in Berlin-West gegründet und war die erste Schule in Deutschland, die das im Westen zu jener Zeit noch unbekannte „Thailändische Kämpfen“ publik machte.

Bis heute gilt diese Lehrstätte als wichtige Wegbereiterin für die Entwicklung thailändischer Kampfsportarten in Europa, sowie als Maßstab setzende Vorreiterin und Autorität für traditionelle thailändische Kampfkünste.

Die Geschichte der Schule ist so bewegt wie die der alten Freikämpfer. Stets unabhängig und frei von den Strömungen ihrer Zeit, gab es in den vergangenen Jahrzehnten eine Vielzahl offizieller und inoffizieller Lehrstätten in Berlin an denen sich die Freikämpfer der Moderne einfanden, um sich dem Austausch und der Weitergabe des Wissens zu widmen.

Seit 2012 befindet sich die Schule in den Räumlichkeiten der Kampfkunstschule Neukölln.