was ist eine freikaempferin

Als Freikämpfer (auch „freie Kämpfer“) bezeichnet man Angehörige des Pahuyuth. Der Begriff „Freikämpfer“ stammt von paramilitärischen Spezialkräften und freien Söldnern, die nicht Teil der regulären Armee waren. Pahuyuth Kämpfer sind freie Kämpfer, im Innen wie im Außen.

Das Ideal der Freiheit

Der Begriff der Freiheit bezieht sich im Kontext des Pahuyuth auf den Wunsch nach Freiheit und Unabhängigkeit im eigenen Lebensalltag und ebenso nach unumschränkter kämpferischer Freiheit und Souveränität. Vor allem ist damit jedoch das Streben nach Loslösung von unvorteilhaften Selbstwertgefühlen (Stolz), falschen Idealen (Vorbilder) und Emotionen gemeint. Das Loslösen von diesen und anderen freiheitshemmenden Faktoren ist ein fortwährender Entwicklungsprozess, der als psychische Selbsteinstellung bezeichnet wird.

 

Freikämpfer im historischen Kontext

Im historischen Kontext unterscheidet man zwischen den alten Freikämpfern und den Freikämpfern der Moderne:

Die ersten Freikämpfer waren die Glie Gauw Piehnong bzw. Glie-Kämpfer, die sich etwa um 2500 v.Chr. gegen die Besetzung durch die Chinesen zur Wehr setzten. In späteren Zeiten wurden freie paramilitärische Kräfte und Söldner als Freikämpfer bezeichnet. Diese gehörten nicht dem regulären Militär an, sondern kämpften als Guerillas für die Freiheit des Landes.

Die Ära der alten Freikämpfer endete mit der Hinrichtung von König Tak Sin im Jahr 1782 n. Chr., der einen gravierenden Machtwechsel zur Folge hatte. Die Existenz der alten Freikämpfer und ihre Bedeutung für die Geschichte Südostasiens wurde aus den Geschichtsbüchern getilgt. Die verbliebenen Freikämpfer zogen sich in den Untergrund zurück.

Etwa 170 Jahre später, im Jahr 1952 n. Chr., entschied ein Konvent der wenigen noch lebenden Pahuyuth Lehrer, dass die Kampfkunst zu reformieren und für künftige Generationen zu bewahren sei. Dies war die Grundlage für das heutige Lehrkonzept des Pahuyuth. Die nach 1952 ausgebildeten Pahuyuth Kämpfer bezeichnet man als Freikämpfer der Moderne.