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Der Fluch des König Naresuan

Nach seiner Krönung im Jahr 1590 A.D. restrukturierte König Naresuan die Streitkräfte seines Reiches. Auf seinen Befehl hin wurde eine Gruppe paramilitärischer Freikämpfer (Pahuyuth) darum gebeten, das Land im Falle einer Invasion zu schützen und verdeckte Operationen durchzuführen.

Dadurch entstand ein neuer Schwertstil (DAB), der insgeheim unter den Nachfahren dieser Schwertkampfkunst weitergegeben wurde – das sogenannte DAB NARESUAN, auch bekannt als das „Schwert von Ayutthaya“.

Als indirekter Begründer dieser Schwertkampfart gilt König Naresuan als Schwertkampflehrer honoris causa und wird von den Angehörigen des DAB NARESUAN bis zum heutigen Tage verehrt.

Ram Dab – der traditionelle schwerttanz

Nach dem Tod des Königs wurde es zum Brauch, dass Schwertkämpfer und Schwertkämpferinnen aus der Lehrlinie des DAB NARESUAN die Statue des Königs besuchten wenn sie in deren Nähe waren um ihren tief empfundenen Respekt und ihre Anerkennung für König Naresuan mit einem Schwerttanz (Ram Dab) zum Ausdruck zu bringen.

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Der Legende nach wäre ein Schwerttanz von einer Person, die nicht würdig oder nicht fähig ist das wahre Vermächtnis der Gefolgschaft von König Naresuan zu repräsentieren, gleichbedeutend mit einer Majestätsbeleidigung. Es heißt, diese Menschen würden dem Fluch des König Naresuan zum Opfer fallen und binnen 48 Stunden nach Aufführung eines solchen Tanzes sterben.

Nur ein Aberglaube?

Für Menschen aus der westlichen Welt mag dies womöglich wie ein Aberglaube wirken. Für Thai Schwertkämpfer aller Art, ist die Existenz dieses Fluches ist jedoch ein allgemein bekannter Fakt.

Nur die wenigsten Thai-Schwertkämpfer hatten bislang den Mut (und die Fähigkeit), dieses sehr alte Ritual zu Füßen des Königs auszuführen und den Fluch zu überleben – den Fluch des König Naresuan.