was ist allgemeine meditation

Als allgemeine Meditation (Smathi) bezeichnet man im Saiyasart eine Meditationsform bei der es um die bewusste Schaffung des Meditationszustandes an sich geht.

Die Meditation ist der Zustand eines Körpers, der sich in einem Zustand minimaler Steuerungsaktivitäten für Lebenserhaltungsfunktionen befindet. Dabei wird für den bewegungslosen Körper keine bestimmte Haltung vorausgesetzt. Das Wesentliche ist, dass die Position bequem ist und die geringste Beeinträchtigung für den Kreislauf darstellt.

Vergleichsweise kann man die tägliche Nachtruhe (Einschlafen) als Beispiel heranziehen, bei der der Körper bewegungslos ohne Gefährdung der Funktionen des Kreislaufes seine Aktivitäten auf ein Minimum reduziert. Während des Schlafes ruht zwar der Körper, die Denkfunktion setzt ihre unkontrollierbare Aktivität jedoch in Form von Träumen fort. Ein Traum ist ein interaktiver Funktionalprozess des Körpers während er sich im Schlaf befindet.

Der Grund für diesen Prozess liegt in der Tatsache, dass sich die Funktionalsteuerung des Denkens, die mit einer eigenen Dynamik arbeitet, während der gesamten Lebenszeit eines Menschen nicht abstellen lässt. Während des Schlafes wird diese Steuerung solange auf eine simulierte Aufgabe umgelenkt, bis der Körper wieder in einen aktiven Zustand zurückkehrt.

Dabei wird die simulierte Aufgabe durch die Aufbereitung von Informationen verschiedener Wahrnehmungen (Aktionsträume) oder Darstellungen (Visionsträume) die der Datenspeicher (Gedächtnis) unmittelbar zur Verfügung stellt aufgebaut. Der Zugriff auf die Informationen geschieht nach einem reinen Zufallsprinzip, wobei der Zustand der momentanen Konzentration (Eindruck) auf die Information zugreift, die bislang keine konkrete Zuordnung hat.

Das Ergebnis dieser simulierten Funktionssteuerung ist der Trauminhalt, der nicht nur extrem unterschiedlicher und zusammenhangsloser Natur sein kann, sondern im Extremfall auch zum Aufwachen aus der Ruhephase führen kann. 

Anknüpfend daran stellt die Meditation die Möglichkeit dar, die Träume zu kontrollieren und die Aufbereitung der simulierten Aufgabe nicht unkontrolliert dem Automatismus zu überlassen, sondern sie selbst zu bestimmen. Dies geschieht, indem der Körper nicht vollständig in die Ruhephase (Schlafen) versetzt wird, sondern durch die kontrollierbaren Gedanken in einem Zustand kurz davorgehalten wird. Gleichzeitig wird durch die Vorgabe einfacher Aufgabenstellungen der Traum zu einem bewussten Denkprozess umgeleitet, und der Zustand der Meditation (Smathi) entsteht.