Saiyasart – Das Wissen über das Nichts

Das Saiyasart (wortwörtlich übersetzt: Wissen über das Nichts) ist ein Wissensgebiet, das sich sich mit nicht-körperlichen Phänomenen aller Art auseinandersetzt.

Dazu gehören beispielsweise Formen von Spiritualität, Meditation, Magie und Geistheilung. Es ist außerdem ein Teil des überlieferten Freikämpferwissens. Eine moderne Auskopplung des Saiyasart findet sich in der Yaan Meditation.

Fragmente des Saiyasart wurden vom thailändischen Buddhismus übernommen (z.b. Amulette, Talismane und Tattoos) andere Bestandteile wurden wiederum als „schwarze Magie“ geächtet.

Tatsächlich handelt es sich hierbei jedoch weder um eine Religion, noch eine Glaubensform, sondern ein spirituelles Wissen, das durch kritische Selbsterfahrung, Selbstfindung und logische Ableitung erschließen lässt. Einer der wichtigsten empfohlenen Grundsätze des Saiyasart lautet: „Glaube nichts, hinterfrage alles!“

Weil diese Geisteshaltung so ziemlich jeder Glaubensform, vielen Religionen und manchmal sogar Gesellschaftsmodellen entgegensteht, waren Saiyasart Praktiker / Pahuyuth Freikämpfer in der Vergangenheit oft das Ziel von sozialen, politischen und religiösen Verfolgungen.

Saiyasart und Pahuyuth – zwei Seiten einer Medaille

Das Saiyasart geht ebenso wie das Pahuyuth auf die Erkenntnisse der alten Glie Kämpfer zurück, die etwa um 2500 v.Chr. in der Region des Altai Gebirges lebten. Als diese sich gegen die Besetzung durch die Chinesen zur Wehr setzten, entdeckten sie Grundlagen der Kampfkunst, des Saiyasart und der Heilkunde.

Seither stehen das Pahuyuth und das Saiyasart in direkter Wechselwirkung, was man beispielsweise an Ritualen wie dem traditionellen Lehrergruß oder dem Lehrergedenktag erkennen kann.

Magisches Kämpfen

Pahuyuth Freikämpfern wurde und wird häufig nachgesagt „Magischen Kampf“ zu beherrschen, der sie beispielsweise unverwundbar macht, oder mit dem sie ihre Gegner schwarzmagisch verfluchen könnten. Legenden zufolge, können einige sogar durch die Luft fliegen.

Nach unserer Kenntnis halten sich alle Pahuyuth Freikämpfer an die Gesetze der Physik und machen Liegestütze wie jeder andere auch.

Durch die Auseinandersetzung mit den nicht-körperlichen Aspekten des Kampfes, können sich aber tatsächlich einige erstaunliche Effekte und Erkenntnisse ergeben, die in kriegerischen Auseinandersetzungen der Vergangenheit sicherlich eine Rolle gespielt haben dürften.

Ein sehr simples Beispiel: Jeder der sich mit Kampfsport oder Kampfkunst beschäftigt, weiß dass man bestimmte Schläge manchmal einfach nicht kommen sieht. Vielleicht weil man gerade abgelenkt oder auf etwas anderes konzentriert ist. Das ist soweit ganz normal und passiert wirklich jedem (auch uns), denn die Wahrnehmungs- und Verarbeitungskapazität des menschlichen Bewusstseins ist nun mal begrenzt.

Die Frage lautet: Was wäre, wenn man die Fähigkeit hätte, die Summe aller bewussten und aller unbewussten Wahrnehmungen in Kampfsituationen für sich nutzbar zu machen?

Saiyasart und Pahuyuth – zwei Seiten einer Medaille

Wai Kru anlässlich des Lehrergedenktages

Saiyasart und Pahuyuth stehen seit je her in direkter Wechselwirkung

MUAI Kick zum Kopf

Magisches Kämpfen – geht sowas?

Wer oder was ist ein(e) Saiyasart Praktiker(in)?

Als Saiyasart Praktiker(in) bezeichnet man eine Person, die sich Wissen und Gewissheit über die Themengebiete des Saiyasart verschafft hat und dieses Wissen in die eigene, alltägliche Lebensführung integriert. Zum Beispiel durch den bewussten Umgang mit psychischer Aktivität (Emotionen) in Bezug auf sich selbst und andere.

Fortgeschrittene Saiyasart Praktiker(innen) sind darüber hinaus bewandert bzw. spezialisiert in sogenannten „magischen Phänomenen“, also Dingen die außerhalb des erklärbaren Bereiches anderer liegen. Der Begriff der „Magie“ beschreibt im Saiyasart lediglich einen Wissensvorsprung gegenüber anderen.

Für gewöhnlich gibt es drei berufliche Arbeitsgebiete bzw. Spezialisierungen in denen Saiyasart Praktiker tätig sind:

„Magische Naturheiler“

Das am weitesten verbreitete Arbeitsgebiet bezeichnet man als „Magische Naturheiler“. Dabei geht es um die gezielte Unterstützung der natürlichen Selbstheilungsfunktionen des menschlichen Körpers, um physische oder psychische Beschwerden, denen eine ungesunde psychische Aktivität zugrunde, liegt zu beheben.

„Magische Gestalter“

Das zweite Arbeitsgebiet bezeichnet man als „Magische Gestalter“. Dabei handelt es sich um Tätigkeiten und Beratung bei der Herstellung, Gestaltung und Nutzung von „magischen Gegenständen“, wie beispielsweise Amuletten oder Talismanen. Auch Heilsteine oder Edelsteine können in diesen Bereich fallen.

„Magische Praktiker“

Das dritte Arbeitsgebiet bezeichnet man als „Magische Praktiker“. Hierbei geht es um Beratung und Konfliktauflösung in Bezug auf sämtliche Problemstellungen, die mit Geistererscheinungen, Geisterbesetzungen oder den Auswirkungen magischer Handlungen (z.B. Flüche, Voodoo, etc.) zu tun haben.

Wie wird Saiyasart vermittelt?

Die Vermittlung des Saiyasart basiert immer nur auf Selbsterfahrung, Selbstfindung und logische Herleitung. Diese Form ist zwingend notwendig, weil ein ungeprüft übernommenes Wissen kein echtes Wissen sondern nur ein angenommenes Wissen (ein Glaube) ist. Das gleiche Prinzip gilt übrigens auch für die Kampfkunst.

Die empfohlene Grundlage für die Selbstüberprüfung ist zunächst das Wissen über die Funktionsweise der eigenen Sinnesorgane (sehen, hören, riechen, schmecken, tasten), was sowohl die bewussten als auch die unbewussten Aspekte einschließt. Verstehen setzt üblicherweise Wahrnehmen voraus – das gilt sowohl für die biologische (körperliche) als auch die psychische (nicht-körperliche) Wahrnehmung.

Das Verständnis über die sogenannten „magischen Sinne“ und die Ausprägung dieser Fähigkeiten ist wiederum eine empfohlene Voraussetzung für die bewusste Kommunikation mit nicht-körperlichen Existenzen (Geistern, Geistwesen, Schwingungen), aber auch mit Tieren, Pflanzen oder Bäumen.

Das überlieferte Saiyasart Wissen fungiert hierbei nur als grober Wegweiser, wobei im Unterricht häufig auf das Element des „Channelns“ zurückgegriffen wird, um eine größtmögliche Korrektheit und Authentizität bei der Übermittlung des Theoriewissens zu gewährleisten. Im Laufe der Entwicklung und Ausbildung verschiebt sich der Bezugspunkt von neuem Wissen immer weiter, weil eine eigenständige Kommunikation mit nichtkörperlichen Informationsquellen entsteht.

Ob dies alles so stimmt oder nicht und welche genauen Erkenntnisse und Anwendungsbereiche sich daraus ergeben, müssen die Schüler stets selbst herausfinden. Saiyasart ist, wie gesagt kein Glaube, sondern ein Wissen – das Wissen über das Nichts.

Saiyasart in der Yaan Meditation

Wer diesen Blog-Artikel bis hier her gelesen hat, dürfte bemerkt haben, dass das Saiyasart ein ziemlich komplexes und abstraktes Wissensgebiet darstellt.

Die Auseinandersetzung mit diesem Wissen stellt viele (auch langjährige Pahuyuth Freikämpfer) vor eine nicht zu unterschätzende Herausforderung.

Um den Einstieg in das Saiyasart für Jedermann einfacher und leichter zu gestalten, wurde das Format der Yaan Meditation entwickelt.

Die Yaan Meditation ist ein praxisorientiertes Wahrnehmungstraining, das dazu dient unbewusste Sinneseindrücke (sehen, hören, riechen, schmecken, tasten) ins Bewusstsein zu holen.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden sich in nebenstehendem Blog-Artikel oder auf www.yaanmeditation.de.

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