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Guide: Geisterwesen der thailändischen Folklore

Der Glaube an Geister und Geistwesen ist in der thailändischen Kultur sowohl populär als auch beständig. In der Geschichte Thailands vermischte sich der buddhistische Volksglaube mit Legenden über Geister oder Gespenster aus der lokalen Folklore sowie dem Wissen über das Jenseitige (siehe Brahmanismus und Saiyasart). Viele dieser unzähligen Mythen haben bis heute überlebt, sich weiterentwickelt und sind auch in die modernen Medien wie thailändische Filmen, Seifenopern im thailändischen Fernsehen und in thailändische Comics eingeflossen.

In diesem Blogbeitrag werden wir uns einige der bekanntesten Geister aus dem thailändischen Okkultismus ansehen.

Allgemeine Hintergründe

Der Glaube an Gespenster (Phi, ผี) ist in Thailand tief verwurzelt und allgegenwärtig. Man glaubt, dass sie in allen Bereichen des Lebens präsent sind, und es wird angenommen, dass ihre Anwesenheit die Beziehungen der Thailänder zu anderen Menschen beeinflusst. In der thailändischen Kultur gibt es viele verschiedene Arten von Geistern, und sie werden oft nach ihrem Ursprung kategorisiert. Geister können zum Beispiel von Verstorbenen stammen oder natürliche Geister sein.

Unabhängig von ihrer Herkunft gibt es in der thailändischen Kultur zahlreiche Möglichkeiten, Geister zu vertreiben. Eine angebliche Methode besteht übrigens darin, blank zu ziehen und ihnen mit dem Penis zuzuwinken. Man glaubt, dass dies den Geist in die Flucht schlägt. Eine andere gängige Methode zur Geisterabwehr ist das Tragen von Amuletten oder anderen Gegenständen, denen Schutzkräfte zugeschrieben werden.

Geister und Horrorstories sind ein beliebtes Thema in thailändischen Filmen und in der Literatur, und sie sind auch ein häufiges Motiv in der thailändischen Kunst und in Tempeln. Geistergeschichten werden oft dazu benutzt, Kindern und Erwachsenen moralische Lektionen zu erteilen. Viele Thais glauben, dass es möglich ist, nach dem Tod ein Geist zu werden, und einige Menschen behaupten sogar, Geister gesehen zu haben. Im traditionellen Glauben und in der Fiktion ist ein Geist eine Manifestation des Geistes oder der Seele einer verstorbenen Person.

Die angeblichen Ursachen für Geister sind vielfältig, aber oft sind sie auf einen gewaltsamen Tod, ein unsachgemäß ausgeführtes Bestattungsritual oder Unrecht im Leben zurückzuführen. In der thailändischen Kultur gibt es folglich sehr viele verschiedene Arten von Geistern, darunter auch solche, die in Häusern spuken, diejenigen, die im Traum erscheinen, und diejenigen, die Unheil oder Unfälle verursachen. Hier eine Liste der bekanntesten:

Nang Ta-khian (นางตะเคียน)

Nang Ta-khian (นางตะเคียน, Die Dame des Ta-Khian) ist der Baumgeist der Hopea odorata-Bäume, die in Thailand und Laos vorkommen. Diese massiven Bäume können hunderte von Jahren alt werden kann und sind von normalerweise nicht in der Nähe von bewohnten Gebieten zu finden.

Nach thailändischem Glauben wohnen in diesen Bäumen Geister, die Nang Ta-khian oder auch Ta-khian Phi (ตาเขียนผี) genannt werden und denen, die sie verärgern, Krankheit oder Unglück bringen können. Daher werden manchmal Opfergaben am Fuß solcher Bäume niedergelegt, um den dort ansässigen Geist zu besänftigen. Es gilt auch als respektlos, einen solchen Baum zu fällen

Phi Hua Khat (ผีหัวขาด)

Phi Hua Khat ist ein männlicher Geist ohne Kopf, der in der thailändischen Folklore seinen Kopf bei sich trägt. Es heißt, wenn eine Person eines unnatürlichen und plötzlichen Todes stirbt und dabei enthauptet wird, kann so ein kopfloser Geist entstehen.

Dieser Typus von Geistern gilt als unglaublich gefährlich, da er voller Wut und Groll ist. Es wird angenommen, dass der Ursprung der Phi Hua Khat aus der Zeit stammt als Gefangene durch ein Schwert (Dab) enthauptet wurden. Der kopflose Geist suchte dann das Dorf heim und terrorisierte dessen Bewohner.

Um einen Phi Hua Khat gar nicht erst entstehen zu lassen, wurden aufwändige Hinrichtungsrituale durchgeführt, bei denen der Verurteilte kniend an einen Holzpfahl gebunden wurde. Sein Kopf wurde so fixiert, dass der Nackenbereich freigelegt war. Ein im Saiyasart geschulter Schwertkampflehrer (siehe Dab), der extra für diese Zeremonie herbeigerufen wurde, führte dann einen rituellen Schwerttanz (Ram Dab) aus an dessen Ende der Kopf des Verurteilten mit einem Schwerthieb abgetrennt wurde.

Diese Methode galt für viele Jahrhunderte als eine der wenigen Möglichkeiten um wirklich sicher zu gehen, dass der Geist des Hingerichteten fachgerecht ins Jenseits geschickt wurde und so keinen Schaden anrichten konnte.

Phi Song Nang (ผีสองนาง)

Phi Song Nang sind weibliche Geister, die junge Männer erst anlocken, dann angreifen und töten.

Phi Ngu (ผีงู)

Phi Ngu (ผีงู), auch bekannt als Phrai Ngu (พรายงู) oder Ngueak Ngu (เงือกงู), ist ein Geist, der in Schlangenform, menschlicher Form oder einer Kombination aus beidem erscheinen kann.

Mae Nak (แม่นาก)

Mae Nak (auch แม่นากพระโขนง, Mae Nak Phra Khanong also „Frau Nak von Phra Khanong“) ist ein weiblicher Geist aus dem thailändischen Volksglauben, der bei der Geburt eines Kindes starb und seine Arme übernatürlich lang ausstrecken kann.

Die Legende besagt, dass Mae Nak eine schöne Frau war, die mit einem Mann namens Mak verheiratet war. Als Nak schwanger war, wurde Mak eingezogen und in den Krieg geschickt wird. Vor seiner Rückkehr starben Nak und ihr Kind bei einer schwierigen Geburt. Als Mak nach Hause zurückkehrt, findet er seine geliebte Frau und sein Kind vor, die auf ihn warten. Die Nachbarn, die ihn warnen wollten, dass er mit einem Geist zusammenlebt, wurden alle getötet. Mak findet irgendwann heraus, dass seine Frau und sein Kind Geister sind und flieht.

Die Geschichte endet damit, dass ein Mönch die Mae Nak Geist erst in ein Glas und später in ihren Stirnknochen bannt. In einer anderen Version versicherte der Mönch Nak, dass sie in einem zukünftigen Leben mit ihrem geliebten Ehemann wiedervereint sein würde, und so ging sie freiwillig ins Jenseits.

Der Schrein von Mae Nak befindet sich in der Nähe von Klong Phra Khanong, im Wat Mahabut, einem großen Tempel an der Soi 77 der Sukhumvit Road (On Nut Road). Der Schrein ist ein niedriges Gebäude unter großen Bäumen mit einem Dach, das die Baumstämme umschließt. Der Hauptschrein ist von mehreren kleineren Schreinen umgeben

Die Geschichte von Mae Nak hat dutzende Filme inspiriert. Sie gilt als eine der beliebtesten Thai-Horrorstories.

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Phi Am (ผีอำ)

Ein Phi Am (ผีอำ) ist das thailändische Äquivalent zu einer Drude oder einem Nachtalb. Es heißt, dass sie sich nachts auf die Brust eines Menschen (vorzugsweise Männer) setzt und eine Schlaflähmung verursacht.

Der Begriff „Phi Am“ wird auch im medizinischen Sprachgebrauch für eine Schlafparalyse verwendet. Es heißt, dass diese Geister Unbehagen verursachen und sogar zum Ersticken führen können.

Um sich vor ihnen zu schützen, tragen Männer oft Lippenstift auf, bevor sie ins Bett gehen. Man glaubt, dass diese weiblichen Witwengeister in Wirklichkeit Frauen sind und anderen Frauen nichts antun würden. Die Thais bemühen sich sehr, die Aufmerksamkeit der Geister zu vermeiden, und manchmal wird die Tendenz zum Crossdressing als Vorwand dafür gesehen. Die Ursprünge dieses Glaubens sind zwar unbekannt, aber er ist nach wie vor ein wichtiger Bestandteil der thailändischen Kultur.

Mae Ya Nang (แม่ย่านาง)

Mae Ya Nang ist die Schutzgöttin der Boote in Thailand. Sie wird oft als schöne Frau mit langem Haar dargestellt, die eine Blumenkrone trägt. Dieser Glaube ist bei den thailändischen buddhistischen Fischern in der südlichen Region sowie bei der Königlich Thailändischen Marine sehr beliebt.

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Mae Sue (แม่ซื้อ)

Mae Sue ist in der thailändischen Kultur eine Schutzgöttin oder ein weiblicher Geist der Säuglinge.

Nach thailändischem Glauben hat jede schwangere Frau während der Schwangerschaft eine Mae Sue bei sich. Diese Geister beschützen das ungeborene Kind vor Schaden. In der thailändischen Literatur bezieht sich Mae Sue auch auf wandernde weibliche Geister, die sich um verlassene oder verlorene Kinder kümmern.

Mae Sue sollen auch auf Friedhöfen und in Tempeln spuken. Manche Menschen glauben, dass Mae Sue die Geister von Totgeburten oder Frauen sind, die bei der Geburt gestorben sind. Die Thailänder bieten den Mae Sue Essen und Geschenke an, um sie zu besänftigen und sie davon abzuhalten, Schaden anzurichten.

Khamot (โขมด)

Khamot (โขมด) ist ein leuchtender Geist bzw. ein Phantom oder Irrlicht, das in den Wäldern Thailands spuken soll. Thailändische Dorfbewohner bringen dem Khamot oft Essensopfer dar, um ihn zu besänftigen, und manche bauen ihm zu Ehren sogar Schreine.

Ob der Khamot wirklich existiert oder nicht, bleibt ein Rätsel, aber seine Legende fasziniert nach wie vor diejenigen, die sie hören. Wissenschaftlich gesehen handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um Methangas, das durch den Zerfall organischer Stoffe entsteht und sich in der Luft als Lichtblitze in der Dunkelheit entzündet.

Pu Som Fao Sap (ปู่โสมเฝ้าทรัพย์)

Pu Som Fao Sap (Großvater Ginseng) ist ein Wächtergeist, der wertvolle Schätze oder Schätze von nationaler Wichtigkeit bewacht und angeblich wie ein ehrwürdiger alter Mann aussieht.

Verschiedene Zeitungsberichte aus dem zwanzigsten Jahrhundert berichten von Diebstählen (z.B. 1957 n. Chr. im Sombat-Verlies des Wat Ratchaburana), nach denen sich die Diebe entweder freiwillig gestellt oder anderweitigen Schaden erlitten haben sollen, so dass große Teile des Diebesguts letztlich zurückfanden. Angeblich soll bei diesen und anderen Begebenheiten ein Pu Som Fao Sap gewirkt haben.

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Phi Dip Chin (ผีดิบจีน)

Ein Phi Dip Chin (auch Phi Dued Luat, ursprünglich Jiangshi) ist ein umherspringender Geist aus der chinesischen Überlieferung, der ein antikes Kostüm trägt und eine chinesische Rune vor dem Gesicht hat.

Solche Jiangshis wurde in Thailand durch die thailändische chinesische Community populär. Das Wort „Jiangshi“ ist von den chinesischen Schriftzeichen für „steif“ und „Leiche“ abgeleitet. der Begriff „Jiangshi“ wird manchmal umgangssprachlich für Zombies im Allgemeinen verwendet.

Phi Dip Chin werden typischerweise als wiederbelebte Leichen, ähnlich den europäischen Vampiren, dargestellt, die sich jedoch hüpfend und mit ausgestreckten Armen fortbewegen. Der Grund dafür ist, dass bei ihnen die Leichenstarre so weit fortgeschritten ist, dass sie sich nicht anders als hüpfend fortbewegen können.

Man sagt Phi Dip Chin töten lebende Kreaturen bei Nacht, um deren Qi oder „Lebenskraft“ zu absorbieren. Bei Tag ruhen sie in Särgen oder verstecken sich an dunklen Orten. Ursprünglich geht der Aberglaube an Jiangshis auf Überführungsrituale von Verstorbenen zurück, die aufrecht an Bambusstäben hängend in ihre Heimat transportiert wurden.

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Phi Pu Thao (ผีปู่เฒ่า)

Ein Phi Pu Thao ist ein Geist, der in Gestalt eines alten Mannes auftritt.

Phi Phong (ผีโพง)

Phi Phong (ผีโพง), auch Phi Pop (ผีปอบ) genannt, ist ein männlicher Geist, der einen unangenehmen Geruch hat. Er lebt an dunklen Orten unter der Vegetation.

Es wird angenommen, dass diejenigen, die Phi Phong sind, durch die schwarzmagische Kraft einer Pflanze namens „Wan Phi Phong“ (ว่านผีโพง; wörtlich: „Geisterkraut“) verursacht werden, die einen scharfen Geschmack hat und nachts wie eine leuchtende Kellerassel leuchten kann.

Tagsüber hat Phi Phong die Form eines normalen Menschen, aber nachts verwandelt es sich in einen Geist. Phi Phong zeichnet sich dadurch aus, dass sein Nasenloch wie eine Fackel leuchtet und es nachts nach Nahrung wie Fröschen, Fischen, Dung, Kadavern oder Plazenta sucht.

Hun Phayon (หุ่นพยนต์)

Ein Hun Phayon ist eine Art künstlicher Mensch oder nicht-menschlicher Figuren, der in der thailändischen schwarzen Magie verwendet wird. Sie werden normalerweise aus Materialien wie Holz, Stoff und manchmal auch aus menschlichen Knochen hergestellt.

Ihre Besitzer können sich die Macht der schwarzen Magie zunutze machen, um sich vor Schaden zu schützen. Schwarze Magie ist in diesem Fall eine Form der Hexerei, bei der angeblich übernatürliche Kräfte oder böse Geister eingesetzt werden, um Menschen oder Ereignisse zu manipulieren.

Die Wurzeln der thailändischen schwarzen Magie liegen im Animismus, d. h. im Glauben, dass alles, auch Tiere, Pflanzen und unbelebte Gegenstände, einen Geist haben.

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Phi Lang Kluang (ผีหลังกลวง)

Ein Phi Lang Kluang (übersetzt: „Phi mit hohlem Rücken“) ist ein Geist aus Südthailand, der eine sehr große Wunde am Rücken haben soll. Im Inneren des hohlen Rückens befinden sich Eingeweide voller Würmer.

Phi Lang Kluang sind für ihre harmlosen Scherze bekannt. Sie können zum Beispiel einen Jungen in der Gruppe auffordern, ihnen den Rücken zu kratzen. Wenn der Junge dies tut, entpuppt sich der Phi Lang Kluang als ein solches Wesen mit hohlem Rücken und voller krabbelnder Tausendfüßler.

Es heißt, dass Phi Lang Kluang in Waldgemeinschaften leben. Das und eine Erwähnung in einem chinesischen Buch (Shan Hai Ching) von indigenen Waldbewohnern mit Trichterbrust, lassen vermuten, dass es sich hierbei im Kern der Erzählung eher um eine tradierte Schmähung von Minderheiten handelt.

Khwai Thanu (ควายธนู)

Khwai Thanu (ควายธนู), auch bekannt als Wua Thanu (วัวธนู), ist ein magischer Stier oder Wasserbüffel. Die meisten Menschen glauben, dass Khwai Thanu eine schwarze Magie ist, die von Afrikanern beeinflusst ist, die Voodoo studiert haben.

Khwai Thanu ist im Süden und Nordosten Thailands verbreitet. Schamanen nutzen die schwarze Magie, indem sie Khwai Thanu einsetzen, um den Feind anzugreifen. Man kann es als einen Teufel bezeichnen, der alles zerstört. Khwai Thanu wird verwendet, um Menschen vor dunkler Magie zu schützen, denn Khwai Thanu ist eine tödliche Waffe, die den Feind vernichtet. Der Khwai Thanu ist ein ungeheuer mächtiges und gefährliches dunkelmagisches Wesen. Seine dunkle Magie ist für konventionelle Waffen nahezu unverwundbar und kann nur durch den Einsatz überlegener dunkler Magie geschädigt oder zerstört werden.

Ein Khwai Thanu ist auch zu tödlicher Magie fähig, und jeder Schamane, der es kontrollieren will, muss sehr vorsichtig und umsichtig sein. Daher ist es ratsam, dass jeder, der mit Khwai Thanu zu tun hat, mit äußerster Vorsicht vorgeht.

Kuman Thong (กุมารทอง)

Der Kuman Thong (wörtlich übersetzt: „goldener Junge“) ist ein Geist eines kleinen Jungen, der von einem Nekromanten in einem Objekt gebunden wurde (siehe Amulett). Die typische Darstellung eines Kuman Thong ist die eines Jungens in altertümlicher thailändische Kleidung mit einem traditionellen Haarknoten.

Der Name dieses Geistes leitet sich von der Farbe ihrer Haut ab, die entweder golden oder blass sein kann. Dies geht zurück auf die ursprüngliche Herstellungsmethode eines Kuman Thong bei der Föten von Kindern, die im Mutterleib gestorben sind, über offenem Feuer geröstet und anschließend in Blattgold gewickelt wurden.

Es heißt, ein Kuman gehorcht den Anweisungen seines Herrn, sofern er bei Laune gehalten wird. Zum Beispiel indem man ihm Nahrung und Spielzeug bereitstellt. Wird der Kuman Thong nicht bei Laune gehalten, kann er unleidlich werden und mit poltergeistähnlichem Verhalten auf sich aufmerksam machen. In einigen Fällen kann der Kuman Thong auch für schwarze Magie verwendet werden, um anderen zu schaden. Daher ist es wichtig, beim Umgang mit einem dieser konservierten Föten vorsichtig zu sein.

Kuman Thong werden oft als Talismane verwendet und sollen ihrem Besitzer Glück, Kraft und Schutz bringen. Die Verwendung von gegrillten Föten ist heutzutage weniger verbreitet. Stattdessen werden meistens Puppen und Amulette benutzt, die in Amulettläden und auf Märkten in ganz Thailand zu finden sind. Geistheiler bewahren Kuman Thong manchmal in großen Gläsern auf und bitten sie darum Menschen von ihren Krankheiten zu heilen.

Mehr über Kuman Thong und andere Geistwesen erfährt man in unserem Saiyasart-Einführungsvideo:

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Phi Phrai (ผีพราย)

Phi Phrai (ผีพราย) ist der Geist einer Frau, die zusammen mit dem Kind in ihrem Bauch gestorben ist, oder ein weiblicher Geist, der im Wasser lebt, ähnlich wie eine Undine im europäischen Sprachraum.

Phi Thayong (ผีตายโหง)

Ein Phi Thayong (auch Phi Tai Hong) geht im Verständnis der Thai in der Regel auf den plötzlichen Tod eines Mannes oder einer Frau zurück, bei denen kein ordnungsgemäßes Bestattungsritual durchgeführt wurde.

Nach dem Royal Institute Dictionary 1999, dem offiziellen Wörterbuch der thailändischen Sprache, bedeutet „tai hong“ „einen unnatürlichen und gewaltsamen Tod sterben, z. B. ermordet werden oder ertrinken“. Das Wort „Hong“ (โหง) enthält wiederum zwei Komponenten: „großes Leid“ und „Plötzlichkeit oder Unerwartetheit“, wobei die letztere Komponente im Vordergrund steht, weil Menschen, die zu Phi Tai Hong werden, nicht in der Lage sind, sich auf den Tod vorzubereiten. Daher werden diese Art von Geistern als Erinnerung daran gesehen, dass das Leben unerwartet enden kann und dass jeder ein Opfer des Todes werden kann. Diese Plötzlichkeit beim Ableben, stellt auch den Hauptunterschied zu beispielsweise einem Krankengeist (Pieh Tayhah) dar.

Phi Tai Hong gelten für die Thai als besonders gefährlich und aggressiv, weil sie zu Lebzeiten ihre Träume und Wünsche nicht erfüllen konnten. Der Tod kam für sie zu plötzlich und verhinderte, dass sie ihre Träume verwirklichen konnten. Es sind Wut und Kummer, die sich in Form eines rachsüchtigen Geistes manifestieren, die Phi Tai Hong so gefährlich machen. Dem Glauben nach sind diese Geister in ersten sieben Tage nach dem Tod am aktivsten. Den Lebenden wird geraten, die Gegend zu meiden, in der Phi Tai Hong gestorben sind, da sie oft versuchen werden, andere auf die gleiche Weise zu töten, auf die sie selbst gestorben sind. Daher gehören Phi Tai Hong zu den am meisten gefürchteten Geistern in der thailändischen Kultur.

In der thailändischen Kultur zählen Phi Tai Hong zu den am schwierigsten zu exorzierenden Geisterwesen. Das liegt an ihrer besonders gewalttätigen Natur und daran, dass sie aktiv die Orte heimsuchen, an denen ihr Tod stattgefunden hat, einschließlich der Häuser. Geschichten über diese Art von Geistern und die Exorzismuszeremonien, die erforderlich sind, um sich von ihnen zu befreien, sind in thailändischen Publikationen sehr beliebt.

Aus Sicht des Saiyasart sind diese Geister auch nicht gefährlicher als andere Geistwesen, sondern lediglich aufgrund ihres sehr plötzlichen Ablebens verwirrt und daher schwerer berechenbarer als manch andere Art von Geistwesen. Es wird angenommen, dass die alten Freikämpfer eine Menge Erfahrung im Umgang mit Phi Thayong hatten, weil solche Geister eben auch durch Gewalteinwirkung auf dem Schlachtfeld entstehen können. Weil Unfallgeister einen plötzlichen, oftmals grausamen Tod erleiden, sind sie bei asiatischen Nekromanten sehr beliebt, da sich mit ihnen sehr mächtige Talismane und Amulette herstellen lassen. Aus den Überresten der Verstobenen kann wiederum ein besonderes, magisches Leichenöl (Nam Man Prai) gewonnen werden.

Phi Tai Hong ist auch eine beliebte Figur in der thailändischen Folklore, die im Laufe der Jahre in vielen Filmen und Fernsehsendungen zu sehen war. Eine moderne Darstellung eines Phi Tai Hong stammt aus dem thailändischen Film „Buppah Rahtree“ aus dem Jahr 2003.

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Nang Mai (นางไม้)

Nang Mai („Dame des Waldes“) ist eine Art weiblicher Geist oder Fee, die in der thailändischen Folklore mit Bäumen verbunden sind. Manchen Erzählungen zufolge waren sie einst menschliche Frauen, die im Wald starben und zu Geistern wurden.

Nang Mai leben in alten Bäumen, insbesondere in Ficus-Arten wie Banyan-Bäumen. Sie sollen manchmal auch in Bambuswäldern spuken. In der Regel werden sie als schöne Frauen mit langen Haaren dargestellt. Oft kämmen sie ihr Haar oder sitzen auf Schaukeln, die aus Lianen gemacht sind. Manchmal wird ihnen auch nachgesagt, dass sie sich in Vögel verwandeln können.

Nang Mai werden im Allgemeinen als wohlwollende Geister angesehen, aber es gibt auch Geschichten, in denen sie Männer in den Wald locken um sie zu töten. Eine Nang Mai spielt in der „Geschichte von Gaeuw“ eine wichtige Rolle.

Phi Ka (ผีกะ)

Phi Ka sind gefährliche, unersättliche Geister, die in den Körpern von Frauen wohnen. Diese Geister sind dafür bekannt, dass sie gewalttätig sind und oft Menschen angreifen.

Die einzige bekannte Behandlung für einen Phi Ka besteht darin, den Wirt zu zwingen, rohe Eier zu essen, da der Geist diese verabscheut. Dies kann eine schwierige und gefährliche Prozedur sein, da der Phi Ka sich wehren kann. Es gilt jedoch als die einzige wirksame Methode, um diese gefährlichen Geister aus ihren menschlichen Wirten zu vertreiben.

Aus Sicht des Saiyasart handelt es sich dabei vermutlich eher um eine allgemeine Geistbesetzung, die durch einen Exorzismus zu beheben ist. Der Zwang, der der Patientin mit den rohen Eiern zugefügt wird, ist nur einer von vielen Wegen mit denen man eine Reprogrammierung Des Autodynamiksystems (siehe Modell der Autodynamik) erzielen kann.

Phi Krahang (กระหัง)

Phi Krahang (กระหัง) ist ein männlicher Geist. Er wird oft mit zwei großen Kradong (กระด้ง, runde Körbe zum Reisdreschen) an den Armen dargestellt, die er benutzt, um in der Nacht durch die ländlichen Gebieten Thailands zu fliegen. Er reitet dabei auch oft auf einem Sak Tam Khao (สากตำข้าว), einem langen hölzernen Pistill eines traditionellen manuellen Reismörsers.

Es wird bisweilen angenommen, dass der Phi Krahang der Ehemann der Phi Krasue sei oder mit Phi Pop (ผีปอบ) verwandt sei. Wieder andere behaupten Phi Krahang entstehen aus Männern, die zu viel Saiyasart-Magie praktiziert haben (Anm. d. Redaktion: Das können wir so nicht bestätigen!). Der Phi Krahang frisst diese Männer angeblich von innen auf, um seine Geistform zu bilden. Im Norden des Landes ist dieser Geist als Phi Phong bekannt.

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Phi Tai Ha (ผีตายห่า)

Phi Tai Ha sind Geister von Personen, die bei einem Unfall ums Leben gekommen sind, ähnlich einem Phi Thayong (ผีตายโหง, siehe Unfallgeist). In der thailändischen Kultur glaubt man, dass diese ortsgebundenen Geister verzweifelt und wütend sind und den Lebenden Schaden zufügen werden.

Phi Tai Thang Klom (ผีตายทั้งกลม)

Ein Tai Thang Klom (ตายทั้งกลม) oder Tai Thong Klom (ตายท้องกลม) ist ein Schwangerengeist. Die Thais glauben, dass wenn eine schwangere Frau und ihr Kind während der Geburt versterben, in der Regel aufgrund von Komplikationen, ein solcher Schwangerengeist entstehen kann.

Tai Thang Klom gelten als die gewalttätigste und rachsüchtigste Erscheinungsform von Phi Thayong (ผีตายโหง)und haben wohl schon viele unbedarfte Exorzisten in die Knie gezwungen. Nicht weil sie unbedingt stärker oder gemeiner als andere Geister sind, sondern weil es sich bei diesem Typus eben nicht nur um einen einfachen Unfallgeist, sondern um einen duales Geistwesen handelt. Die Tatsache, dass es sich hierbei um ein quasi schiziodes Geistwesen handelt, ist ein Umstand der, nicht nur von Anfängern, schnell mal übersehen werden kann.

Man sagt, Tai Thang Klom suchen Abtreibungskliniken, Krankenhäuser und andere Orte heim, an denen schwangere Frauen sterben könnten. Es heißt, sie können Fehl- und Totgeburten verursachen und Mutter und Kind während der Geburt schreckliche Verletzungen zufügen.

Aus Sicht des Saiyasart versuchen solche Tai Thang Klom ihre Fehlgeschlagenen Geburten mit Hilfe von lebenden Müttern zu vollenden, um dieses Erlebnis zu vollenden. Weil sie jedoch zu Lebzeiten nicht selbst erfahren konnten, wie man ein Kind zur Welt bringt, kann es bei ihren Versuchen den Zyklus abzuschließen zu vermehrten Geburtsunfällen kommen.

Die Tragik dieser Geistform liegt somit in dem unbändigen Wunsch einem Kind das Leben zu schenken, bei gleichzeitiger Unfähigkeit es jemals vollenden zu können. Phi Tai Tang Glom Amulette sind in thailändischen Okkultistenkreisen sehr begehrt, weil man ihnen sehr große Macht zuschreibt.

Suea Saming (เสือสมิง)

Suea Saming (เสือสมิง), ein männliches oder weibliches Wesen, das sich durch die Macht der schwarzen Magie in einen Tiger verwandelt hat. Suea Saming sind sozusagen das südostasiatische Äquivalent zum Skinwalker der Navajo oder der Werkatze bzw. dem Werwolf aus dem europäischen Raum.

Sua Saming sagt man nach, dass sie bei ihrer Jagd auf Menschen nicht nur die Form eines Tigers, sondern auch die von Menschen annehmen können. So soll es ihnen möglich sein, die Ehefrau ihres Opfers oder auch einen Mönch imitieren zu können.

Phi Kong Koi (ผีกองกอย)

Ein Phi Kong Koi (auch Kong Koi), ein einbeiniger Waldvampir bzw. Dschungelgeist, der in Laos bzw. Thailand bekannt ist. Es soll sich auf einem Bein hüpfend fortbewegen und dabei ein Geräusch wie „Koi, koi, koi“ oder eben „Kong koi! Kong koi!“ machen.

Über das genaue Aussehen der Kreatur gibt es unterschiedliche Angaben: Einige sagen, sie habe einen fliegenähnlichen Röhrenmund, andere meinen, es sehe eher aus wie ein Affe oder ein Langur. Die meisten Berichte stimmen jedoch darin überein, dass der Phi Kong Koi schlafenden Reisenden im Dschungel das Blut aus den Zehen saugt.

Um sich vor diesem Schicksal zu schützen, wird Reisenden geraten, ihre Füße zu bedecken, die Füße beieinander zu halten oder die Beine zu überkreuzen, während sie Dschungel nächtigen.

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Phi Ma Bong (ผีม้าบ้อง)

Phi Ma Bong ist ein weiblicher Geist aus Nordthailand, der einem Tikbalang oder Kelpie ähnelt. In der nordthailändischen Folklore ist es ein Gespensterpferd oder ein dämonischer Gestaltenwandler. Es wurde allgemein als ein riesiges schwarzes Pferd mit roten Augen beschrieben und hatte oft die Fähigkeit, sich in eine schöne Frau zu verwandeln.

Es heißt, dass das Phi Ma Bong einsame Straßen und Wege heimsucht und unvorsichtige Reisende in den Wald lockt, wo es sie töten will. In einigen Version wird dem Phi Ma Bong auch die Fähigkeit zugeschrieben, sich in andere Tiere zu verwandeln.

Nang Tani (นางตานี)

Nang Tani ist ein Geist in Gestalt einer jungen Frau, , die ein grünes traditionelles thailändisches Kleid trägt und tiefrote Lippen hat.

Sie lebt bei Bananenstauden und erscheint in Vollmondnächten. Nach thailändischen Überlieferungen gehört sie zur Gattung Nang Mai (นางไม้; „Dame des Waldes“), also weiblicher Geister oder Feen, die mit Bäumen verbunden sind. In der kambodschanischen Folklore und in der laotischen Volkstradition gibt es einen ähnlichen Geist. Es gilt als schlechtes Omen, Bananenbäume aus dem von Tani bewohnten Waldstück zu fällen.

Legenden zufolge verführt sie Männer während des Vollmonds zum Sex mit ihr, und wenn sie sie dann betrügen, indem sie eine andere Frau lieben, tötet sie sie. Von einem gewissen Hang zur Eifersucht asbgesehern, wird Nang Tani aber meist als wohlwollend betrachtet.

Nang Tani hat in der Regel ein sanftes Gemüt und gibt vorbeikommenden buddhistischen Mönchen vielleicht etwas zu essen. Amulette, die Nang Tani darstellen, sind sehr beliebt und es gibt sie in verschiedenen Formen und Größen. Manche Menschen binden farbige Seidenbänder um die Stämme der Bananenbäume, die angeblich von Nang Tani heimgesucht werden.

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Phi Thuai Khaeo (ผีถ้วยแก้ว)

Phi Thuai Khaeo (ผีถ้วยแก้ว), auch bekannt als der Geist, der das umgedrehte Glas bewegt, ist eine Art thailändisches Ouija, das in Thailand praktiziert wird.

Es heißt, dass dieser Geist herbeigerufen werden kann, indem man ein umgedrehtes Glas auf einen Tisch stellt und ihm Fragen stellt. Das Glas wird sich dann angeblich bewegen, um die Fragen zu beantworten. Manche sagen, dass dieser Geist ein bösartiger Geist ist, der den Menschen gerne Streiche spielt, während andere glauben, dass es sich um einen ein gutartiger Geist, der den Menschen helfen kann, mit den Toten zu kommunizieren.

Phi Tabo (ผีตาโบ๋)

Phi Tabo ist ein blinder Geist bzw. ein Phantom mit ausgehöhlten Augen.

Phi Phop (ผีปอบ)

Phi Phob ist ein Geist, der in den Wirt eindringen und die inneren Organe verzehren kann. Er verlässt seinen Wirtskörper erst, wenn der Wirt gestorben ist. Dieser Geist versteckt sich und die von Phi Phob Infizierten täuschen häufig eine Krankheit vor, auch wenn sie gelegentlich dabei erwischt werden, wie sie ungekochtes Fleisch stehlen, um es zu essen, wenn sie allein sind.

Ein Phi Phob-Geist vermag angeblich auch Magier zu befallen, die unmoralisch mit der der Kraft ihrer Zaubersprüche, umgegangen sind. Diese Verwandlung kann zum Beispiel eintreten, wenn der Okkultist seinen Beruf aufgibt, seine Zaubersprüche zum absoluten Schaden anderer einsetzt, überhöhte Gebühren verlangt, seine Abstammung nicht respektiert oder die mit ihr verbundenen Tabus bricht. Der Geist kann dann auch entlang der familiären Linie wandern, und es gibt Beispiele in Thailand, wo ganze Familien umziehen mussten, weil ein Phi Phob von einem Mitglied Besitz ergriff.

Bei einem Phi Phop äußert sich diese Art der Besetzung häufig durch Krankheit oder Unwohlsein sowie psychische Störungen. Der Folklore nach liegt das daran, wei der Geist das Innere verzehrt. Phi Phop werden oft mit Geisteskrankheiten in Verbindung gebracht, und oft werden Exorzisten oder Geistheiler hinzugezogen, um sie zu vertreiben. In manchen Fällen kann der Phi Phop natürlich auch mit einer normalen Person verwechselt werden, die einfach nur an einer Krankheit leidet.

Der Überlieferung nach geht der Ursprung von Phi Phob auf eine alte Legende über einen Prinzen zurück, der der Magie zugetan war. Er fand einen Weg, in den Körper von Menschen einzudringen und die Kontrolle über sie zu übernehmen. Er lernte dann auch die Beschwörungsformeln, die es ihm ermöglichten, Tiere zu besetzen. Während er übte, wiederholte sein Diener, der die Worte auswendig gelernt hatte, sie und trat plötzlich in den Körper des Prinzen ein. Infolge seiner Handlungen wurde der Diener zum Prinzen. Der echte Prinz, der seinerseits die Kontrolle über einen Vogel übernommen hatte, flog zu seiner Frau und erzählte ihr von dem Unfall. Sie zerstörte daraufhin den Körper des Dieners und überredete den falschen Prinzen, den Körper eines Tieres zu übernehmen, um seine Fähigkeiten zu demonstrieren. Der echte Prinz kehrte in seinen eigenen Körper zurück, aber der Diener war nicht in der Lage, die Kontrolle über seinen Körper wiederzuerlangen. Der heutige Phi Phob ist angeblich das Ergebnis dieses ursprünglichen Wandergeistes.

Aus Sicht des Saiyasart handelt es sich bei einem Phi Phob um eine folkloristische Umschreibung einer Besetzung, ohne dass es sich dabei zwingend um einen bestimmten Geist handeln muss. Eine solche Besessenheit ist ein Zustand, in dem eine Person von einer fremden Schwingung besetzt wurde. Diese Entität kann von der bewussten Persönlichkeit der Person getrennt existieren oder sie schrittweise überlagern. Je nach Qualität und Fortschritt der Reprogrammierung ist sie in der Lage, die Gedanken, die Sprache und die Handlungen der Person zu überschreiben und so den ursprünglichen Charakter zu verdrängen. Besessenheiten beinhalten daher oftmals einen unfreiwilligen Identitätswechsel, bei dem die besessene Person die Eigenschaften der Entität annimmt. Oftmals geschieht dies durch einen schleichenden Prozess und betrifft in vielen Fällen tatsächlich jene, die unsachgemäß mit magischen Phänomenen und Schwingungen hantieren (Stichwort: Zauberlehrling). Je nach Schweregrad und Umständen kann es für einen Saiyasart Praktiker durchaus möglich sein, eine solche Besetzung wieder rückgängig zu machen oder zumindest einzudämmen.

Phi Kee

Phi Kee ist ein Geist, der in Toiletten wohnt. Man sagt, er muss konsultiert werden, bevor man die Toilette nach einem Alptraum benutzt, denn so werden die eigenen Fäkalien vom Unglück befreit. Es gilt als besonders wichtig, diesen Geist zu konsultieren, wenn Sie vorhaben, Straßenessen zu essen, da er helfen kann, Lebensmittelvergiftungen und andere Krankheiten zu verhindern.

Ein Phi Kee ist somit ein sehr hilfreicher Geist, der dazu beitragen kann, dass Sie und Ihr Verdauungssystem eine angenehme und sichere Erfahrung während Ihrer Reise durch Thailand machen.

Phi Krasue (ผีกระสือ)

Der Phi Krasue ist ein gefürchteter Geist in Thailand, Laos, Kambodscha und Malaysia. Er wird in der Regel als weiblicher Kopf dargestellt, dessen Eingeweide teilweise nach unten hängen und oft von einem Kleid bedeckt sind.

Die Phi Krasue soll die Gestalt einer schönen Frau in einem langen, fließenden Kleid annehmen und ist dafür bekannt, dass sie ihre Opfer in ihren Bann zieht. Diese Geister sind auch Teil des laotischen, kambodschanischen und malaiischen Glaubens und neigen dazu, schwangere Frauen entweder unmittelbar vor oder kurz nach der Geburt aufzusuchen. Der Geist versucht dann, mit seiner langen Zunge in sie einzudringen, um den Fötus oder die Plazenta zu verzehren.

Phi krasue By Xavier Romero Frias Own work based on ผี Thai ghosts CC BY SA 3.0

Phi Ngu (ผีงู)

Phi Ngu (ผีงู), auch bekannt als Phrai Ngu (พรายงู) oder Ngueak Ngu (เงือกงู), ist ein Geist, der mit Schlangen in Verbindung steht und in Schlangenform, in menschlicher Form oder in einer Kombination aus beiden Formen erscheinen kann.

Pret (เปรต)

Pret oder Preta (Sanskrit: प्रेत, Standard Tibetan: ཡི་དྭགས་ yi dags) ist der aus dem Sanskrit stammende Name für eine Art von übernatürlichem Wesen, das im Hinduismus, Buddhismus, Taoismus, in der chinesischen Volksreligion und in der vietnamesischen Volksreligion als ein Wesen beschrieben wird, das größeres Leid als der Mensch erleidet, insbesondere ein extremes Maß an Hunger und Durst.

Pret haben ihren Ursprung in indischen Religionen und wurden durch die Verbreitung des Buddhismus in die ostasiatischen Religionen übernommen. Aus den chinesischen und vietnamesischen Adaptionen wird Preta oft als „hungriger Geist“ ins Englische übersetzt.

Phi Pret ist ein leidender Geist, der auch als Asurakai bekannt ist – ein Bewohner der Unterwelt. Nach thailändischem Glauben wird eine Person, die ein Defizit an guten Taten hat, nach dem Tod einer bestimmten Ebene der Hölle zugewiesen, bis die Schuld beglichen ist. Ein Pret hat so viel Karma auf sich geladen, dass er niemals in der menschlichen Welt wiedergeboren werden kann, sondern in der Unterwelt gestrandet ist, was zu ewigem Leid führt. Er ist groß, hat langes Haar, einen langen Hals, einen vorspringenden Bauch und einen Mund, der so klein ist wie eine Nadel, so dass er nie genug zu essen bekommt.

Der Phi Pret ist ein schlecht gelaunter und aggressiver Geist, den man nachts pfeifen hört und der nach jemandem sucht, der sich um ihn verdient macht. Sie sind eher Teil der buddhistischen Mythologie als spezifisch thailändisch, und der Name ist mit dem Sanskrit-Wort Preta verwandt (derselbe Geist in der Hindu-Mythologie). In China ist dies der „hungrige Geist“, und es gibt ein jährliches Fest zu seinen Ehren.

Phi Thale (ผีทะเล)

Phi Thale ist ein Geist des Meeres, der sich auf verschiedene Weise manifestiert, unter anderem durch das Elmsfeuer, eine seltene Lichterscheinung, die durch elektrische Entladungen bei Gewitter hervorgerufen wird.

Es heißt, dass Phi Thale die Gestalt einer Meerjungfrau oder einer schönen Frau annehmen kann und oft Seeleute in den Tod lockt. Phi Thale soll auch für andere unheimliche Phänomene verantwortlich sein, die Seeleute und Fischer auf ihren Booten erleben, wie etwa plötzliche Stürme und mysteriöse Lichter.

Im thailändischen Sprachgebrauch wird „Phi Thale“ auch als Slang für unartige Männer verwendet.

Phi Thale (ผีทะเล)

Phi Thale ist ein Geist des Meeres, der sich auf verschiedene Weise manifestiert, unter anderem durch das Elmsfeuer, eine seltene Lichterscheinung, die durch elektrische Entladungen bei Gewitter hervorgerufen wird.

Es heißt, dass Phi Thale die Gestalt einer Meerjungfrau oder einer schönen Frau annehmen kann und oft Seeleute in den Tod lockt. Phi Thale soll auch für andere unheimliche Phänomene verantwortlich sein, die Seeleute und Fischer auf ihren Booten erleben, wie etwa plötzliche Stürme und mysteriöse Lichter.

Im thailändischen Sprachgebrauch wird „Phi Thale“ auch als Slang für unartige Männer verwendet.

Rak-Yom (รัก-ยม)

In der thailändischen Folklore ist ein Rak-Yom (รัก-ยม) ein Geist, der als zwei kleine Jungen (Brüder), ähnlich dem Kuman Thong, in Erscheinung tritt. In der nekromantischen Praxis ist damit ein gläsernes Amulett mit zwei in Öl eingelegten Figuren gemeint.

Rak ist ein dicker, schwarzer Lack, der aus dem Saft eines burmesischen Lackbaums und verschiedenen anderen Zutaten hergestellt wird. Er wird üblicherweise zur Lackierung und zum Schutz von Amuletten verwendet. Der Begriff Yom ist wiederum eine Form der Anrede, die von Mönchen verwendet wird, um einen Laienanhänger anzusprechen.

Phi Poang Khang

Phi Poang Khang ist eine Kreatur aus der thailändischen Folklore. Es soll eine affenähnliche Kreatur sein, die in der Nähe von Salzlecken lebt und nachts von den Bäumen herabsteigt, um das Blut schlafender Menschen zu saugen. Das Opfer eines Phi Poang Khang-Angriffs wird schließlich geschwächt und stirbt. Es gibt viele verschiedene Interpretationen des Phi Poang Khang, aber er gilt allgemein als gefährliche und gefürchtete Kreatur.

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